Anti-Drogen-Aktionswoche

Absatz: 
Text: 

Zittauer Aktionswoche gegen Drogen

Der Drogenkonsum von Jugendlichen ist bundesweit weiter besorgniserregend. Nicht nur in unserer Region sind synthetische Drogen wie Crystal Meth und Ecstasy weiter auf dem Vormarsch. Die Zahl der erstmals auffällig gewordenen Konsumenten der stark süchtig machenden Modedroge stieg um sieben Prozent. Auch die Partydroge Ecstasy hat nach jahrelangem Rückgang wieder Konjunktur. Hier kletterte die Zahl der Erstkonsumenten um 18 Prozent. Doch auch legale Drogen fordern weiterhin viele Opfer. Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sterben in Deutschland jedes Jahr rund 74.000 Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsums. Diese Nachrichten bestätigen, dass in der präventiven Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Kontinuität und Langfristigkeit wichtige Voraussetzungen für den Erfolg sind, schließlich geht es um ganz grundsätzliche Kompetenzen und Lebenseinstellungen. Das Vorbereitungsteam der Anti-Drogenaktionswoche, bestehend aus Vertretern der Stadt Zittau, der AOK Plus, des Zoll, des come back e.V. und des Kreissportbundes setzt diese Erkenntnis praktisch um, in dem es mit großer Unterstützung durch die Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e.V. nun bereits über 20 Jahre hintereinander die Anti-Drogen-Aktionswoche vorbereitet und durchführt.

Nicht darüber reden oder das Verharmlosen von Süchten oder Drogenkonsum in all seinen Formen hilft niemanden, sondern kann im Gegenteil, den Anfang für gefährliche Einflüsse darstellen. Mit „Ist doch harmlos.“ oder „Macht doch jeder.“ hat man dann schnell Argumente, um vielleicht doch mal den Versuch unter Freunden zu starten. Was aber tun, wenn einen dann alles entgleitet und andere über mein Leben bestimmen?

Zum Denken und Nachdenken sollen deshalb die vielfältigen Veranstaltungen der Anti-Drogen-Aktionswoche anregen. Letztlich geht es noch um viel mehr als nur um das Wissen über die Gefahren durch Drogen aller Art, es geht um eine persönliche Lebenseinstellung, die eine selbstbestimmte Zukunft möglich macht.

Anlass zum Denken, zum Reden und zu gemeinsamen Gesprächen wird es auch in diesem Jahr in vielfältiger Weise geben. Für eine Woche startet ein umfangreiches Programm bestehend aus vielen Einzelangeboten. Mit Aufführungen von Anti-Drogen-Filmen und Filmworkshop im Kinder- und Jugendhaus „Villa“ und dem Anti-Drogen-Theater des GHT Zittau werden in stark emotionaler Weise die Themen Abhängigkeit, Drogen, Alkohol und Freunde ver- und bearbeitet. Die anschließende Diskussion zum Thema unter Gleichaltrigen versprechen viel Spannung und emotionale Wirkung. Direkt in die Schulen gehen FISH e.V.,  Zoll, come back e.V. und Karate OTOMO und Boxclub Dreiländereck der HSG. Sie alle werden in Gesprächen, Diskussionen, Workshops, in einem Anti-Drogen-Parcours und in sportlichen Aktionen mit den Jugendlichen ganz unmittelbar und interaktiv das Thema Süchte und Drogen bearbeiten und demonstrieren, dass es viele Wege gibt, um ohne Drogen und Abhängigkeiten sein Leben sinnvoll zu gestalten.

Dr. Beer, Referatsleiter

Accordion: 
Accordion Element: 
Accordion Inhalt: 

Social Content: Drucken, Mail, Sociallinks