Sonderausstellungen

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Tief verwurzelt. Der Zittauer Stadtwald (6.10.2018-2.3.2019)
Tief verwurzelt. Der Zittauer Stadtwald
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Größer, älter und tief verwurzelt: der Zittauer Stadtwald. 4200 Fußballfelder groß, 700 Jahre alt und das Fundament der städtischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – so lässt sich diese mit „Forstpflanzen bestockte Grundfläche“ (Bundeswaldgesetz §2) beschreiben. Der Zittauer Stadtwald ist der größte Kommunale Forstbetrieb des Freistaates Sachsen. Es gehört zu seinen Besonderheiten, dass fast die gesamte Fläche auf Gebieten anderer Gemeinden liegen – ein Resultat jahrhunderterlanger Strategie des reichen Zittauer Bürgertums.
Der Wald ist aber mehr als die Summe seiner Bäume. Er ist Lebensraum seltener aber auch streitbarer Tiere und Pflanzen, Erholungsraum, Wirtschaftsfaktor, sagenumwobener Schauplatz und Inspirationsquelle zahlreicher Künstler.
Das Museum Franziskanerkloster bietet Ihnen mit dieser Sonderausstellung auch in der ungemütlichen Jahreszeit die Möglichkeit zu einem Spaziergang durch den Wald, durch die Zeit. Ein abwechslungsreiches Begleitprogramm bereichert Ihr Erlebnis um thematische Exkursionen, Vorträge und Angebote für Kinder.  

Anlässlich der Sonderausstellung wurden fünf Geocaches im Zittauer Stadtwald versteckt. Erfahren Sie hier mehr.

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Max Langer (1897-1985) – ein Oberlausitzer Maler (24.10.2018-20.1.2019)
Max Langer
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Eine Kabinettausstellung des Zittauer Geschichts- und Museumsvereins e.V. in Zusammenarbeit mit den Städtischen Museen Zittau mit in Privatbesitz befindlichen Arbeiten vom 24.10.2018 bis 20.1.2019

im Rahmen der Ausstellungsreihe „Kunst im Foyer“ (dieses Mal im Kreuzgang des ehemaligen Franziskanerklosters)

Bekannt und anerkannt ist Max Langer besonders für seine Hinterglasmalerei und seinen Zyklus „Ein Oberlausitzer Weberleben“. 1981 wurde dem Malerkünstler aus Niederoderwitz der Kunstpreis der Oberlausitz verliehen. Seine Themen befassten sich zumeist mit den sozialen Verhältnissen in seiner Oberlausitzer Heimat und mit der traditionellen Volkskultur der Region. Nicht nur in Privatbesitz und in den Museen der Oberlausitz ist Max Langer mit seinen Werken vertreten, Arbeiten von ihm haben beispielsweise auch ihren Platz in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gefunden. Die Ausstellung befindet sich dieses Mal im Kreuzgang und zeigt Werke aus Privatbesitz.

Zur Eröffnung am 24.10. um 17 Uhr gibt Frank Richter Lebensgeschichten und Lebensbilder (oder: Schnaaken und Schnurren) um den „Maler der Oberlausitz“ Max Langer aus Niederoderwitz zum Besten, plaudert über diese überregional bedeutende Malerpersönlichkeit inmitten seiner Gemälde, Hinterglasbilder und Zeichnungen.

Max Langer: o.T. (verworfenes Blatt aus dem Zyklus „Ein Weberleben“), um 1957 (Foto: privat)

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Salvador Dalí 2019 in Görlitz und Zittau (1.2.-31.3.2019)
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Ein Ausstellungshighlight zum Jahresauftakt 2019

Zerfließende Uhren, brennende Giraffen oder der menschliche Körper mit Schubladen machten den spanischen Maler Salvador Dalí (1904–1989) weltberühmt. Wie kaum ein anderer hat er die Kunst des Surrealismus geprägt und ist dabei mit seiner exzentrischen Lebensweise selbst Teil seines künstlerischen Werkes geworden. Seine Gemälde hängen heute in den großen Museen der Welt und sind durch unzählige Reproduktionen zu Ikonen der Populärkultur geworden.
Dass Salvador Dalí daneben auch ein sehr bedeutendes und umfangreiches druckgrafisches Werk sowie zahlreiche mehrteilige Illustrationszyklen geschaffen hat, ist weit weniger bekannt. Diesem Thema widmen das Kulturhistorische Museum Görlitz und die Städtischen Museen Zittau vom 1. Februar bis 31. März 2019 zwei Sonderausstellungen. In ihnen werden originale Druckgrafiken Salvador Dalís aus der süddeutschen Privatsammlung Helmut Rebmann zu sehen sein. Über mehr als drei Jahrzehnte hat der Kunstsammler eine herausragende Kollektion mit Arbeiten des spanischen Künstlers aufgebaut.

Die Görlitzer Schau wird mit etwa 250 Blättern einen Überblick über das gesamte druckgrafische Werk Dalís aus den Jahren 1934 bis 1977 geben. Ein Schwerpunkt wird dabei Dalís künstlerische Auseinandersetzung mit dem nicht minder bedeutenden spanischen Maler Francisco de Goya (1746–1828) sein. Dessen wegweisenden Grafikzyklus „Los Caprichos“ verarbeitete Dalí in einer eigenen Serie, die zusammen mit Goyas Blättern in der Ausstellung gezeigt wird.
In Zittau wird sich die Schau auf die beiden umfangreichen Illustrationszyklen zur Apokalypse des heiligen Johannes sowie zu Dantes Göttlicher Komödie konzentrieren, die Dalí in den 1950er und 1960er Jahren schuf.
Das Kulturhistorische Museum Görlitz und die Städtischen Museen Zittau laden Sie herzlich zum Besuch beider Ausstellungen mit einem Ticket ein! Zu den Ausstellungen wird vor Ort ein Begleitprogramm, u. a. mit Führungen und Vorträgen, angeboten.

Städtische Museen Zittau, Museum Franziskanerkloster, Klosterstraße 3, 02793 Zittau
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr
Kulturhistorisches Museum Görlitz, Kaisertrutz, Platz des 17. Juni 1, 02826 Görlitz
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 16:00 Uhr

 

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VIA SACRA - Reisen ohne Grenzen – durch Jahrhunderte – zur Besinnung
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Maßstabsgetreue Kopie des Großen Zittauer Fastentuchs in der Marienkirche Frankfurt (Oder)
Maßstabsgetreue Kopie des Großen Zittauer Fastentuchs in der Marienkirche Frankfurt (Oder)
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„VIA SACRA“ – das ist ein besonderes touristisches Angebot im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien. Dort fließen die alten Länder Oberlausitz, Schlesien und Böhmen ineinander über.

Die Gemeinsamkeiten ihrer Kulturgeschichte waren lange vergessen. Heute werden sie neu entdeckt. Wegweiser dieser touristischen Route sind herausragende sakrale Sehenswürdigkeiten und bedeutende Zeugnisse der Frömmigkeitsgeschichte von europäischem Rang. Sie prägen maßgeblich diesen alten Kulturraum in der Mitte Europas.

Die „VIA SACRA“ vermittelt Begegnungen mit alter Kunst und Architektur, spannender Geschichte, aber auch mit dem eigenen Ich an Stätten der Besinnlichkeit und inneren Einkehr.

Eine Wanderausstellung zu den Stationen der VIA SACRA und einer detaillierten Erläuterung der Zittauer Station (mit den Fastentüchern) reist um die Welt. Diese Ausstellung hat eine Kopie des Kleinen Zittauer Fastentuchs im Gepäck und trägt die Idee dieses sakralen Weges auch außerhalb des Dreiländerecks vor.

Die Zittauer Fastentücher und ihr Umfeld
Während der Fastenzeit, der vierzigtägigen Vorbereitungszeit auf das Osterfest, wurde im Mittelalter nach jüdischem Vorbild das Allerheiligste, der Altarbereich, durch einen Vorhang verhängt. Diese Fasten- oder Hungertücher führten die Gläubigen in ihrem eindringlichen Bildprogramm vor allem zur Betrachtung der Leiden Christi hin.

Ausstellungsorte 2018

17.2.-2.4.2018
St. Ottilien (Oberbayern)
Eine Veranstaltung der Klostergalerie Sankt Ottilien, www.galeriesanktottilien.de – 86941 Sankt Ottilien

28.6.-13.8.2018
Frankfurt/Oder: Marienkirche
http://www.kultur-ffo.de/marienkirche_fuer_besucher.php

Titel: 
2018
Accordion Inhalt: 
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Siegfried Schreiber. Bildhauer - Maler - Sportler
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26.5. - 2.9.2018
Siegfried Schreiber (1928-1988). Bildhauer – Maler – Sportler
Gemeinsam mit Familie Schreiber und dem Oberlausitzer Kunstverein e.V.

Siegfried Schreiber war einer der herausragenden deutschen Bildhauer der klassischen figürlichen Plastik der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er war ein Sohn der Oberlausitz, dessen Werk weit über die Region hinaus Anerkennung und Beachtung fand. Zu seinem Œuvre gehören neben den viel beachteten lebensgroßen Bronzen und kleinformatigen Plastiken auch Aquarelle, Zeichnungen, Gemälde, Medaillen und baugebundene Arbeiten. Zentrales Thema im plastischen Bereich war die menschliche Figur. Sein Motiv als Maler war die Landschaft.   

Schreibers Arbeiten waren in zahlreichen in- und ausländischen Ausstellungen zu sehen. Dazu zählen beispielsweise die Kleinplastik-Biennale in Budapest 1973 und Expositionen in Berlin, Bonn und Dresden. Heute sind seine Bronzeplastiken, Aquarelle und Gemälde im Bestand öffentlicher und privater Sammlungen zu finden. Würdigung und Anerkennung erhielt Schreibers plastisches Werk durch zahlreiche Auszeichnungen und Preise, wie dem Kunstpreis des Deutschen Turn- und Sportbundes (1972), dem Kunstpreis der DDR (1985) und dem postum verliehenen Ernst-Rietschel-Preis für Bildhauerei (1991).

Schreiber wuchs in Bertsdorf am Fuße des Zittauer Gebirges in einer handwerklich und künstlerisch talentierten Familie auf. Zwei wichtige Mentoren während seiner Berufsausbildung zum Dekorationsmaler waren Adolf Schorisch und Richard Israel. Seine akademische Ausbildung erhielt er in Weimar und Dresden in den Bereichen Malerei und Bildhauerei. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in den Alpen kehrte er 1956 in sein Heimatdorf zurück. Dort arbeitete Siegfried Schreiber bis zu seinem Lebensende als freischaffender Künstler. Fernab der Kunstzentren blieb sein Werk von der Konzeption des Sozialistischen Realismus weitestgehend unbeeindruckt. Dementsprechend entwickelte er einen eigenständigen künstlerischen Stil.

Er setzte bei seinem Schaffen als Künstler auf Selbstversorgung. Mit einem eigenen Gussofen im Werkstattanbau machte er sich von der Gießerei in Dresden unabhängig und damit von Terminen, Verhandlungen und aufwendigen Transporten. Seine Bronzeplastiken konnte er so größtenteils selbst im Wachsausschmelzverfahren gießen. Unabhängig war er auch im Hinblick auf die Wahl seiner Modelle und Motive. Thema wurde, was er aus dem Alltag kannte, was ihn umgab und herausforderte. Dazu gehörten der Mensch, seine Familie, die Natur und der Sport.

Aus den Werken spricht die unmittelbare Beobachtung und Empfindung dem Motiv gegenüber. Schreibers plastische Arbeiten spiegeln zum einen seine Freude an der Schönheit der menschlichen Figur und zum anderen seine Begeisterung am Sport und am bewegten Körper wider. Im Gegensatz dazu lassen die Aquarelle jegliche Anwesenheit von Menschen vermissen und zeigen seine Liebe zu Natur und Landschaft. Die drei Bereiche Bildhauerei, Malerei und Sport bilden die Hauptbestandteile seines Lebens und künstlerischen Werkes, die teilweise enge Verbindungen miteinander eingehen.  

Die Jubiläumsausstellung anlässlich des 90. Geburtstages und 30. Todestages Siegfried Schreibers zeigt das Werk des Künstlers aufgeteilt in Früh- und Spätwerk. In der Galerie Kunstlade wird jener selten gezeigte Schatz an frühen Zeichnungen und Gemälden präsentiert. Dazu gehören die Aquarelle, die in den Alpen entstanden sind, sowie zeitige plastische Arbeiten. Dem reiferen Werk Schreibers ist die Ausstellung in den Städtischen Museen Zittau gewidmet. Dort sind Zeichnungen, Aquarelle, kleinformatige und lebensgroße Bronzebildwerke, Entwürfe für baugebundene Arbeiten und Medaillen zu sehen.

(Text: Randi Hamann)

Flyer zur Ausstellung

26.5.-2.9.2018
Jorio Vivarelli - der Medailleur

Auch im Jahr 2018 zeigen die Städtischen Museen Zittauer wieder eine Kabinettausstellung zum Bildhauer Jorio Vivarelli (1922-2008) aus Zittaus Partnerstsadt Pistoia in der Toskana. Dieses Mal sind ausgesprochene Kleinode zu sehen: Medaillen und Kleinplastiken aus Bronze aus der Hand des Meisters. Sie stammen aus der Sammlung der Pistoieser Vivarelli-Stiftung. Nicht zufällig findet diese Kabinettausstellung gleichzeitig mit der Siegfried Schreiber-Ausstellung statt. Gibt es künstlerische Verbindungen im Oeuvre der beiden Zeitgenossen? Wir denken schon!

17.02. - 22.04.2018
STADT. PARK. RING.
Bilder von Karl Wolfgang Weber und die Zittauer Parkanlagen

Blühende Rhododendren, Gartenazaleen, Gehölze, Schleifermännchenbrunnen, und Blumenuhr – das ist die in vielen Jahrzehnten geschaffene Parkanlage um den Zittauer Stadtkern. Diese grüne Lunge an Stelle der ehemaligen Stadtbefestigung zu besitzen, kann sich Zittau glücklich schätzen. Aber wann ist sie entstanden? Wer war ihr Schöpfer und wachte in den ersten Jahrzehnten über das Gedeihen der Anpflanzungen? Es war Joachim Friedrich Zischling (1800-1853), der 1827 seine Anstellung als Stadtgärtner erhielt und etwa 25 Jahre an der gartenarchitektonischen Gestaltung und Vervollkommnung dieses Parks und weiterer Grünanlagen der Stadt arbeitete. Zuvor hatte er in Weimar in gärtnerischen Diensten bei Johann Wolfgang von Goethe gestanden. Das „Neue Lausitzische Magazin“, eine Zeitschrift für Geschichte, Kunst und Natur, veröffentlichte 1853 einen Nachruf. Darin wird Zischling „ein Verschönerer von Zittau“ genannt, dessen Geschmack und Umsicht die Parkanlagen zu verdanken sind.

Historische, selten gezeigte Ansichten aus der Sammlung der Städtischen Museen Zittau illustrieren die frühe Zeit der Parkanlage, lassen aber auch seitdem geschehene Veränderungen sichtbar werden und gehen mit den Gemälden und Grafiken von Karl Wolfgang Weber eine sich ergänzende Beziehung ein.

Der in Zittau geborene Maler und Grafiker Karl Wolfgang Weber (*1950) ist Oberlausitzer und bekennender Zittauer. In seinen Arbeiten widerspiegelt sich die enge Heimatverbundenheit und Liebe zur Natur. Die Dörfer in der Zittauer Umgebung mit ihren Umgebindehäusern, das Zittauer Gebirge und seine Heimatstadt sind die Orte, in denen er immer wieder neue künstlerische Anregungen findet. In Zittau ist es insbesondere der zuerst gärtnerisch gestaltete Abschnitt des „Grünen Ringes“ zwischen Kreuzkirche und Blumenuhr, der den Maler anzieht. Dieses

Gartenkleinod hat er für sich entdeckt und findet dort immer wieder neue Bildmotive. Die unterschiedlichen Stimmungen im Wechsel der Jahreszeiten und das sich damit verändernde Erscheinungsbild der Pflanzen und des Lichts eröffnen somit auch sich wandelnde Ausblicke auf die unmittelbare Umgebung. In mehrjähriger Beschäftigung mit dem Thema „Grüner Ring“ entstand eine Art „Bilderchronik“, zu der genauso die historischen Bauwerke gehören. Dabei ist ein zentraler Ort seines künstlerischen Interesses die mächtige Platane, unter der im Frühjahr unzählige Krokusse blühen. Einst von Joachim Friedrich Zischling gepflanzt, wurde sie ihm später gewidmet.

Das frische Grün im Frühjahr, die Blütezeit der Sträucher und Bäume zum Sommer, die bunten Farben des Herbstes und die gedämpfte Stimmung im Winter – Karl Wolfgang Weber lässt sich von diesen wechselnden Naturschauspielen inspirieren und versteht es, sie in seinen Gemälden festzuhalten.

„Kostbar ist mir jeder Tropfen Zeit“ Seelenbretter – ein Totengedenken anderer Art auf dem Zittauer Kreuzfriedhof (12.8.2017 - 15.4.2018)

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens ihres Kunstprojektes „Seelenbretter“ sowie der Präsentation des Zittauer Epitaphienschatzes im Rahmen der Ausstellung „GANZ ANDERS – Die Reformation in der Oberlausitz“ zeigen die Künstlerin Bali Tollak und der Fotograf Wolfgang Dennig, beide aus Schwabbruck (Oberbayern), vierzig farbig bemalte Kunstbretter auf dem historischen Kreuzfriedhof in Zittau.
Die Künstler entdeckten im Jahr 2002 im Bayrischen Wald Toten- und Gedenkbretter, die dort als Flurdenkmale von vergangenen Bestattungsriten und einer besinnlichen Totenehrung künden. Dagegen sind die fast zwei Meter hohen und knapp dreißig Zentimeter breiten Holzbretter der Künstlerin mit Zitaten oder Sprüchen berühmter Schriftsteller und Philosophen oder Bibeltexten beschriftet. Kulturübergreifend ist zudem die farbenfrohe Symbolik, chinesische Symbole für Mensch und Berg sind genauso zu finden wie nordafrikanische oder indianische Elemente.
Die Seelenbretter sind Wegbegleiter für den Betrachter, sollen ihn anregen zum Stillwerden und Sinnieren in unserer lauten und hektischen Zeit. Sie vergegenwärtigen Jetztzeit und Vergangenheit und künden von der Vergänglichkeit und Flüchtigkeit irdischen Seins.

Titel: 
2017
Accordion Inhalt: 
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Ohne Spielzeug wird keiner groß - Historische Spielsachen aus einer Zeit vor Pokémon GO (27.11.2016 - 26.02.2017)

Pünktlich zum 1. Advent 2016 öffnete das alte Franziskanerkloster seine Türen für die neue Sonderausstellung. Gezeigt wird eine Vielfalt an Spielsachen des letzten Jahrhunderts.
Weil Spielzeug Kinder und Nostalgiker gleichermaßen in seinen Bann ziehen kann, bieten die Exponate, in Verbindung mit dem museumspädagogischen Programm, für Groß und Klein eine Zeitreise in frühere Kinderwelten und gegenwärtige Abenteuer.

Seit Bestehen des Zittauer Stadtmuseums gelangte in seine Sammlung auch eine Anzahl Spielzeug. Eine der nachweisbar ältesten Erwerbungen ist das 1925 angekaufte Bilderbuch aus dem Jahr 1832. Das historische Spielzeug in der Sammlung des Museums ist zumeist der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts zuzuordnen. In den letzten Jahren kam eine ganze Reihe Spielzeug aus der Zeit der DDR hinzu. In seiner Struktur ist der Gesamtbereich sehr heterogen und gibt einen Einblick in die bunte Welt des Spielens über nahezu einhundert Jahre. In der Ausstellung liegt der Schwerpunkt auf dem historischen Spielzeug das, um Neuzugänge auch jüngerer Zeit ergänzt, zu einem entdeckungsreichen Besuch einlädt. Bei einem Streifzug durch die Fantasiewelten der vergangenen zwei Jahrhunderte werden Sie spannende Veränderungen aber auch bemerkenswerte Ähnlichkeiten zu Spielsachen von heute entdecken können.

 

ZUGEWINN. Neue Schätze in den Städtischen Museen Zittau (12.3. - 28.5.2017)

Welche und wie viele historische Zeitzeugnisse sind in den letzten fünf Jahren in die Sammlung der Städtischen Museen Zittau gelangt? Was sind das für Dinge? Warum sind sie angekauft oder als Schenkung angenommen worden?
Die Ausstellung gewährt einen Einblick in die breite Skala der neuen Museumsobjekte. Bei der Entscheidung, sie in die Sammlung einzureihen, waren die Museumsleute der Überzeugung, dass ihre Aussagekraft für Geschichte, Kunst oder Kultur von Bedeutung ist und dies auch in der Zukunft sein wird.
Diese Ausstellung schöpft aus dem sonst meist verborgenen, weil im Magazin aufbewahrten Bestand. Die Präsentation der neuen Schätze der Städtischen Museen bietet zugleich die Gelegenheit, die Aufgabenfelder, Arbeitsbereiche und Geheimnisse der Museumsarbeit zu erklären.
Von den gezeigten Neuzugängen werden im Anschluss nur wenige dauerhaft ausgestellt werden. Alle anderen kehren an ihren Platz im Magazin zurück. Sie werden in einer zukünftigen Ausstellung einen ganz bestimmten Sachverhalt erklären und auf diese Weise im Mittelpunkt stehen. Vielleicht geht das eine oder andere Objekt auch bald auf die Reise und ist Teil der Ausstellung in einem anderen Museum. Die Städtischen Museen Zittau sind mit ihrem interessanten Sammlungsbestand seit langer Zeit ein begehrter Leihgeber im In- und Ausland.
Oft werden unsere historischen Zeitzeugnisse, ob Dokument oder dreidimensionaler Gegenstand, zum wichtigen Beleg in verschiedensten Publikationen. Dann machen sie Geschichte bildhaft und nacherlebbar.

 

Reineke Fuchs & Co.
Eine Ausstellung des Zittauer Geschichts- und Museumsvereins e.V. in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien

in der Sparkasse in Weißwasser (Bahnhofstraße 12) bis zum 26. Juni 2017
in der Sparkasse Niesky (Görlitzer Straße 2) vom 30. Juni bis 23. August 2017 (Einführung in die Ausstellung am 13.  Juli 2017 um 16:00 Uhr)

Johann Wolfgang Goethe nahm sich im ausgehenden 18. Jahrhundert des seit dem Mittelalter überlieferten Stoffes vom Reineke Fuchs an. Dieser liegt seit 1498 in einer niederdeutschen Lübecker Ausgabe auch in gedruckter Form vor. Nachdem er den aus zwölf Gesängen bestehendes Epos „Reineke Fuchs“ geschaffen hatte, stellte sich von daher bis in die Gegenwart eine  ganze Reihe von bildenden Künstlern dem Thema und ließen es in der Malerei und Grafik, im Aquarell und in der Zeichnung, der Plastik und der Buchillustration zu Bildern werden.
In diese Künstlerreihe fügte sich nach dem Zweiten Weltkrieg während der Zeit seiner Kriegsgefangenschaft im lettischen Mitau der Zittauer Künstler Oswald Jarisch (1902-1979), indem er dort eine mehr als hundert Blätter umfassende Federzeichnungsfolge zu den Goetheschen Versen schuf. Seine Fähigkeiten in der Tier- und Märchenmalerei, die er sich schon in seiner künstlerischen Laufbahn vor dem Krieg angeeignet hatte, waren hier besonders hilfreich. Eine glückliche Fügung erlaubte es, dass die Blätter nach dem Ende der Kriegsgefangenschaft mit in die Heimat gelangten. Hier schlummerten sie in Mappen und waren nur sporadisch und exemplarisch für die Öffentlichkeit zugänglich, etwa im Goethejahr 1949 im Zittauer Theater oder zur 100. Wiederkehr von Jarischs Geburtstag im Jahre 2002 in der Zittauer Sparkassengalerie. Ende vergangenen Jahres konnten die ausdrucksstarken Zeichnungen nun für immer ans Licht der Öffentlichkeit geholt werden, indem in einer bibliophilen Buchausgabe des „Reineke Fuchs“ der Text von Goethe und die Zeichnungen von Jarisch harmonisch verknüpft wurden.

Mit den in der Ausstellung gezeigten Bildwerken soll neben Oswald Jarisch nicht nur an alle die bildenden Künstler erinnert werden, die den Stoff des Reineke Fuchs in Bilder umgesetzt haben, sondern auch an alle diejenigen, die darüber hinaus mit ihren Tier- und Märchendarstellungen unser Verständnis der Tierwelt, auch das unserer heimischen Fauna, gefördert, die mit ihren teilweise auch vermenschlichten Tiergestalten den Bogen, die Brücke zu uns selbst geschlagen haben. 

 

Ganz anders. Die Reformation in der Oberlausitz (30.7.17 - 7.1.2018)

Die große Ausstellung bildet den Schluss- und Höhepunkt der Lutherdekade in der Oberlausitz. Im Mittelpunkt stehen die über 50 Epitaphien der Renaissance und des Barock aus Zittauer Kirchen, die in der nun restaurierten Zittauer Franziskanerklosterkirche gezeigt werden - neben den weltberühmten Fastentüchern ein weiterer Höhepunkt für Zittau und die Region. Die Geschichte der Reformation in der Oberlausitz ist ebenso spannend wie ungewöhnlich: So konnten neben den evangelischen Städten katholische Klöster wie Marienthal weiter existieren.

Titel: 
2016
Accordion Inhalt: 
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Grenzenloser Spätbarock. Philipp Leubner und die Kunst an der Lausitzer Neiße 1750 - 1800 (19.3 - 5.6.2016)

Das Grenzgebiet an der Lausitzer Neiße erlebte am Übergang vom Barock zum Klassizismus eine Blütezeit, in der viel gebaut wurde und künstlerisch bedeutsame Werke entstanden. Von Reichenberg aus war der Maler Philipp Leubner (1733–1803) auch in der Oberlausitz tätig, insbesondere für das Kloster St. Marienthal. Sein Werk kann nun erstmals erlebt werden – zusammen mit Malerei und Skulptur wichtiger Zeitgenossen wie Ignaz Platzer, Johann Eleazar Zeissig genannt Schenau und Franz Gareis.

 

Königreich Paradies - Christian Gottlieb Priber und die Sozialutopien der Gegenwart  (2.7. - 31.10.2016)

Der Zittauer Anwalt Christian Gottlieb Priber entfloh 1735 dem bürgerlichen Leben in der Oberlausitz nach Nordamerika. Dort schloss er sich den Cherokee-Indianern an und versuchte sein Konzept eines idealen Gemeinwesens umzusetzen. In einer Gemeinschaft ohne Eigentum, Rasse, Klasse und Geschlecht wollte ein Paradies auf Erden erreichen. Die Ausstellung präsentiert eine zeitgenössische Sicht auf die Geschichte und aktuelle Idealvorstellungen menschlichen Zusammenlebens in Kunstwerken aller Gattungen.
Das Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau nehmen sich dieser Thematik ebenfalls an und zeigen ein besonderes Stück während des Sommertheaters in dem Klosterhof des Kulturhistorischen Museums Franziskanerkloster.

 

Carl Gottlob Moráwek - Gärtner. Heimatforscher. Volksbildner (15.8. - 31.10.2016)

Carl Gottlob Moráwek (15.8.1816 - 1.1.1896) war einer der bedeutensten Zittauer Heimatforscher. Sein Werk „Zittavia" ist noch heute eines der wichtigsten Bücher zur Geschichte Zittaus. In der Ausstellung wird das Leben und Wirken des Mannes, dessen Familie väterlicherseits aus Böhmen stammte

 

Jorio Vivarelli - die amerikanische Periode (30.8. - 27.11.2016)

Der Bildhauer Jorio Vivarelli (1922 - 2008) aus Pistoia ist einer der bedeutenden Künstler des 20. Jahrhunderts in der Toskana. Seine Werke zeichnen sich durch eine einzigartige Dynamik und Eleganz aus. Vivarelli wirkte international, besonders auch in Amerika, wie seine Werke in Columbia und Philadelphia verdeutlichen.
Die Städtischen Museen zeigen anlässlich der seit 45 Jahren bestehenden Partnerschaft Zittau-Pistoia eine Ausstellung mit Werken Vivarellis aus dem Besitz der Stiftung Jorio Vivarelli (Pistoia).

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