Zittauer Geschichts- und Museumsverein e.V.

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Zittauer Neustadt, Stich von 1848
Zittauer Neustadt, Stich von 1848
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Ein wichtiger Unterstützer der Städtischen Museen ist der Zittauer Geschichts- und Museumsverein e. V.  Zudem erforscht der Verein die Zittauer Heimatgeschichte und bewahrt und pflegt die heimischen Altertümer. Die Forschungsergebnisse des Vereins werden in den Zittauer Geschichtsblättern und den Mitteilungen des Zittauer Geschichts- und Museumsvereins veröffentlicht.
In Zusammenarbeit mit den Städtischen Museen finden regelmäßig Vorträge statt, in denen regionalgeschichtliche Themen aufgerabeitet und präsentiert werden.

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Ausstellungen
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Oswald Jarisch, Illustration zu Goethes
Oswald Jarisch, Illustration zu Goethes "Reineke Fuchs", Federzeichnung
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Reineke Fuchs & Co.

Eine Ausstellung des Zittauer Geschichts- und Museumsvereins e.V. in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien

in der Sparkasse in Weißwasser (Bahnhofstraße 12) bis zum 26. Juni 2017
in der Sparkasse Niesky (Görlitzer Straße 2) vom 30. Juni bis 23. August 2017 (Einführung in die Ausstellung am 13.  Juli 2017 um 16:00 Uhr)

Johann Wolfgang Goethe nahm sich im ausgehenden 18. Jahrhundert des seit dem Mittelalter überlieferten Stoffes vom Reineke Fuchs an. Dieser liegt seit 1498 in einer niederdeutschen Lübecker Ausgabe auch in gedruckter Form vor. Nachdem er den aus zwölf Gesängen bestehendes Epos „Reineke Fuchs“ geschaffen hatte, stellte sich von daher bis in die Gegenwart eine  ganze Reihe von bildenden Künstlern dem Thema und ließen es in der Malerei und Grafik, im Aquarell und in der Zeichnung, der Plastik und der Buchillustration zu Bildern werden.
In diese Künstlerreihe fügte sich nach dem Zweiten Weltkrieg während der Zeit seiner Kriegsgefangenschaft im lettischen Mitau der Zittauer Künstler Oswald Jarisch (1902-1979), indem er dort eine mehr als hundert Blätter umfassende Federzeichnungsfolge zu den Goetheschen Versen schuf. Seine Fähigkeiten in der Tier- und Märchenmalerei, die er sich schon in seiner künstlerischen Laufbahn vor dem Krieg angeeignet hatte, waren hier besonders hilfreich. Eine glückliche Fügung erlaubte es, dass die Blätter nach dem Ende der Kriegsgefangenschaft mit in die Heimat gelangten. Hier schlummerten sie in Mappen und waren nur sporadisch und exemplarisch für die Öffentlichkeit zugänglich, etwa im Goethejahr 1949 im Zittauer Theater oder zur 100. Wiederkehr von Jarischs Geburtstag im Jahre 2002 in der Zittauer Sparkassengalerie. Ende vergangenen Jahres konnten die ausdrucksstarken Zeichnungen nun für immer ans Licht der Öffentlichkeit geholt werden, indem in einer bibliophilen Buchausgabe des „Reineke Fuchs“ der Text von Goethe und die Zeichnungen von Jarisch harmonisch verknüpft wurden.

Mit den in der Ausstellung gezeigten Bildwerken soll neben Oswald Jarisch nicht nur an alle die bildenden Künstler erinnert werden, die den Stoff des Reineke Fuchs in Bilder umgesetzt haben, sondern auch an alle diejenigen, die darüber hinaus mit ihren Tier- und Märchendarstellungen unser Verständnis der Tierwelt, auch das unserer heimischen Fauna, gefördert, die mit ihren teilweise auch vermenschlichten Tiergestalten den Bogen, die Brücke zu uns selbst geschlagen haben. 

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