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Neuerwerbungen in den Städtischen Museen Zittau ab 26.3. ausgestellt
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Die Städtischen Museen Zittau konnten Ende 2018 und Anfang 2019 durch Schenkung und Ankauf ihre Sammlung mit wertvollen Stücken erweitern. Dazu zählt eine kostbare Taschenuhr des Zittauer Ratsuhrmachermeisters Adrian Breit, die künftig in der Dauerausstellung im Dormitorium zu sehen ist.

Den Städtischen Museen ist es mit Hilfe der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien sowie einer Spende der Eheleute Birgit und Steffen Bollmann aus Zittau gelungen, die von Adrian Breit gefertigte wertvolle barocke Taschenuhr zu erwerben. Adrian Breit wirkte in den Jahren von um 1680 bis 1712 als Ratsuhrmacher in Zittau. Geboren wurde Adrian Breit um 1653 in Warmbrunn in Schlesien (Bad Warmbrunn/Cieplice Śląskie-Zdrój), heute ein Stadtteil von Hirschberg/Jelenia Góra. Sein Vater Georg Breit war Schlosser. 1667 kam Breit im Alter von etwa vierzehn Jahren beim Uhrmachermeister Georg Liebich in Zittau in die Lehre, um das „Kleinuhrmachen“ zu erlernen. Welche Umstände ihn nach Zittau führten, ist nicht genau bekannt. 1671 ledig und frei gesprochen, ging Adrian Breit auf Wanderschaft, kehrte danach aber nach Zittau zurück, wurde hier Bürger und heiratete 1681 Magdalena Hausken, die Tochter eines Bäckermeisters aus Bautzen. Seit etwa 1680 wirkte Breit als Ratsuhrmacher. Im Jahre 1684, am 14. Februar, sprach ihm der Zittauer Rat das Meisterrecht für den Ratsuhrmacher auch nach den Zunftbestimmungen zu. Das kostete Breit drei Mutgroschen (sächsischen Groschenmünzen, mit denen gewisse Abgaben entrichtet wurden), fünf Taler für das erlangte Recht, ein halbes Schock (Groschen) für die Handwerkslade und zwei Fässer Bier für die Meisterversammlung. 1690 kaufte Breit ein Haus am Frauentor (Frauenstraße 16, 1999 abgebrochen), das er bereits 1693 wieder verkaufte. Wo Breit danach wohnte, ist nicht bekannt. Sein Sohn Martin wurde 1685 geboren und erlernte dasselbe Handwerk wie sein Vater. Martin Breit bekleidete später ebenfalls das Amt des Ratsuhrmachers. Adrian Breit verfertigte kunstvolle Wand- und Tischuhren sowie Taschenuhren. Er starb am 28. September 1712 in Zittau und wurde auf dem Friedhof der Kreuzkirche beigesetzt. Die neu in die Sammlung gekommene Taschenuhr entstand um 1690. Sie verfügt über ein Einzeigerwerk, Spindelhemmung und Weckwerk, die in einer kunstvoll verzierten Bronzeglocke ruhen.

Zu den weiteren Neuerwerbungen zählt das Werkzeug des einstigen Ratsuhrmachermeisters Johann Gottfried Prasse (1725-1799), das dank Spenden und aus Mitteln aus dem städtischen Haushalt erworben werden konnten. Daneben präsentiert sind zwei vom Ratsuhrmachermeister gefertigte Uhren, die sich bereits in der Sammlung befinden.

Die Kunstsammlung wurde u.a. ergänzt durch Werke vom Zittauer Künstler Hans Lillig (1894-1977) und Rudolf Otto (1887- 1962), der - in Großschönau geboren - als Landschafts- und Stillebenmaler in Dresden wirkte.

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Fördermittelzusage für großes Projekt zum Thema "Flucht und Vertreibung"
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Gefördert im Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes
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Unser Antrag "entKOMMEN. Das Dreiländereck zwischen Vertreibung, Flucht und Ankunft" bei der Kulturstiftung des Bundes hat den Zuschlag bekommen. Damit gehören wir zu einer Reihe deutscher Stadtmuseen, die beim "Stadtgefährten-Fonds" der Stiftung ausgewählt wurden.

www.kulturstiftung-bund.de/stadtmuseum

Flucht, Vertreibung und Asyl hat für die im Dreiländereck D/PL/CZ gelegene Stadt Zittau seit der frühen Neuzeit bis zum heutigen Tage immer wieder eine prägende Rolle gespielt. Die erste Flüchtlingswelle kam im Rahmen der böhmischen Gegenreformation seit 1621, die zweite 1945
und eine dritte (viel geringere) 2015. Wie gingen die Menschen damit um, welche Auswirkungen kurz- und langfristig hatten diese Bevölkerungsbewegungen? Dies soll vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen durch Bürger und Bürgerinnen, durch Schüler im Austausch mit
Senioren, durch Deutsche, Polen und natürlich Geflüchtete anderer Nationalität diskutiert werden. Die Zusammenarbeit in Workshops und Kunstprojekten mündet in Theaterinszenierungen und Ausstellungen im Zeitraum 2018 bis 2020.

Zu den Partnern des Projektes gehören die Hillersche Villa, das Gerhart Hauptmann Theater, die Bractwo Ziemi Bogatyńskiej (Bruderschaft des Bogatyniaer Landes), der Sibirienverein Bogatynia, das DRK Zittau, der Freiraum Zittau e.V., das Christian Weise-Gymnasium, das Museum Dittelsdorf und die Volkshochschule.

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Überraschungsfund im Museumsdepot
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Museumsschatz: mittelalterliche Tonfiguren
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Museumsschatz: mittelalterliche Tonfiguren

Großartiger Fund im Museum: Im Rahmen des Umzugs des alten Hauptdepots kam im Juni ein großer Bestand bisher nicht inventarisierter mittelalterlicher Tonfiguren und ein Gussmodel zum Vorschein. Damit dürfte Zittau in Sachsen führend sein und sich als Ort zu erkennen geben, wo diese Figuren auch hergestellt wurden. Jetzt geht die Forschung los!

Pressestimmen:

https://www.mdr.de/sachsen/bautzen/goerlitz-weisswasser-zittau/zittau-museum-schaetze-schwarzes-loch-100.html

https://www.tag24.de/nachrichten/zittau-spielzeug-schatz-mittelalter-keller-museum-in-pappkiste-gefunden-658417

 

 

 

 

 

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Tagung 2019 "Probleme und neue Wege bei der Nutzung von Kirchenräumen"
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Museum Kirche zum Hl. Kreuz Zittau
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13. und 14.9.2019
20 Jahre Museum Kirche zum Heiligen Kreuz – Großes Zittauer Fastentuch
Probleme und neue Wege bei der Nutzung von Kirchenräumen

2019 jährt sich die Eröffnung des Museums Kirche zum Heiligen Kreuz mit der Dauerpräsentation des Großen Zittauer Fastentuches (1472) zum 20. Male. Das ist eine Erfolgsgeschichte, denn Kirche und Kirchenraum sind seither von weit mehr als einer halben Millionen Menschen besucht worden. Aus diesem Anlass soll am 13. und 14. September 2019 eine Tagung durchgeführt werden, in der das Thema Umnutzung historischer Kirchenräume, das heute aktueller denn je ist, thematisiert wird.

In Zittau wird seit 2017 mit der Klosterkirche ein zweiter großer Kirchenraum museal genutzt – er ist ebenfalls Teil des Museums und Präsentationsort des Zittauer Epitaphienschatzes. Anders als die Kreuzkirche ist diese Kirche nicht entwidmet, sondern wird nach wie vor für besondere Gottesdienste genutzt. Diese Lösungen in einer Stadt zeigen bereits sehr verschiedene Wege, wie mit dem sakralen Erbe umgegangen werden kann.

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