Neue Ausstellung zur Zittauer Parkanlage eröffnet

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Stadt. Park. Ring
Bilder von Karl Wolfgang Weber und die Zittauer Parkanlagen

Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster

Ab dem 17. Februar widmet sich die neue Sonderausstellung im Kulturhistorischen Museum Zittau umfangreich der prächtigen Zittauer Parkanlage.

Die Wege entlang der Grünanlage um den historischen Stadtkern von Zittau folgen dem Verlauf der ehemaligen Stadtbefestigung. Sie umgab als doppelte Mauer mit Toren, Türmen und dem vorgelagerten Stadtgraben bis ins 19. Jahrhundert die Stadt. Zwischen den beiden Mauern befand sich der etwa 15 Meter breite Zwinger. Er wurde von den Bewohnern u. a. als Lagerstätte, Schießplatz und in früherer Zeit als Ort zum Glockengießen genutzt. Bereits im 18. Jahrhundert gab es erste Anstrengungen zur Verschönerung des Stadtgrabens durch den Zittauer Rat, indem Alleen gepflanzt und Fußwege angelegt wurden. Die Schutzfunktion der Stadtmauer als mittelalterlicher Wehrbau war zu diesem Zeitpunkt bereits überholt.
Mi Joachim Friedrich Zischling (1800 – 1853) begann die Blütezeit der Zittauer Parkanlagen. Der 1827 angestellte Stadtgärtner, der bereits in Weimar in gärtnerischen Diensten bei Johann Wolfgang von Goethe gestanden hatte, begann mit der Neugestaltung am Stadtring, der Stadttore und weitere Teile der ehemaligen Stadtbefestigung weichen mussten. Bereits bis 1830 waren Alleepflanzungen auch außerhalb der Stadt entstanden.

Historische, selten gezeigte Ansichten aus der Sammlung der Städtischen Museen Zittau illustrieren die frühe Zeit der Parkanlage, lassen aber auch seitdem geschehene Veränderungen sichtbar werden und gehen mit den Gemälden und Grafiken von Karl Wolfgang Weber eine sich ergänzende Beziehung ein.

Der in Zittau geborene Maler und Grafiker Karl Wolfgang Weber (*1950) ist Oberlausitzer und bekennender Zittauer. In seinen Arbeiten widerspiegelt sich die enge Heimatverbundenheit und Liebe zur Natur. Die Dörfer in der Zittauer Umgebung mit ihren Umgebindehäusern, das Zittauer Gebirge und seine Heimatstadt sind die Orte, in denen er immer wieder neue künstlerische Anregungen findet. In Zittau ist es insbesondere der zuerst gärtnerisch gestaltete Abschnitt des „Grünen Ringes“ zwischen Kreuzkirche und Blumenuhr, der den Maler anzieht. Dieses Gartenkleinod hat er für sich entdeckt und findet dort immer wieder neue Bildmotive.

Führungen mit dem Künstler Karl Wolfgang Weber und der Kuratorin der Ausstellung Margitta Radschinski finden am Mittwoch, den 28.2., 15 Uhr, am Mittwoch, den 28.3., 15 Uhr, sowie am Mittwoch, den 11.4., 15 Uhr, statt.

Eine kurze Vortragsreihe ergänzt die Ausstellung.

Sonntag, 11.3., 15 Uhr
Vortrag von Saskia Höhne, BA Sc. Landschaftsarchitektur:
Der Grüne Ring. Eine Rezeption Zittauer Landschaftsarchitektur

Mittwoch, 14.3., 17 Uhr
Vortrag von Dr. Peter Knüvener:
Mauer, Graben, Bastion. Die Stadt als Festung von der Antike bis in die Neuzeit                                    

Mittwoch, 21.3., 17 Uhr
Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Jos Tomlow, HS Zittau/Görlitz:
Der Zittauer Ring als städtisches Ensemble im Wandel der Zeit

Der Zittauer Geschichts- und Museumsverein lädt für Sonntag, 15.4. zu einem Rundgang durch die Parkanlage mit Bernd Mälzer und Steffen Gärtner zum Thema ein. Treff ist 14 Uhr an der Blumenuhr.

Weitere Informationen ...

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Pressestelle
07. Feb 2018

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