Der "Masterplan Starkregenereignisse" startet in Zittau mit einem Aufruf an Betroffene

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Am 7.12.2017 erhielt die Stadt Zittau aus den Händen von Staatsminister Thomas Schmidt einen Preis im Wettbewerb „Klimaanpassung in sächsischen Kommunen" (LIFE LOCAL ADAPT, EU-Umweltprogramm LIFE) für die Projektskizze „Masterplan Anpassung an klimawandelbedingte Starkregenereignisse in Zittau". Ziel des Masterplans ist es, der an verschiedenen Punkten der Stadt immer wiederkehrenden Massenversatz- und Verschlammungsgefahr bei Starkniederschlagsereignissen (Lößböden) machbare Lösungen entgegenzusetzen. Insbesondere Straßenraum und Kanalisation werden durch die Schlammmassen immer wieder in Mitleidenschaft gezogen und die Ackerkrume geht verloren. Periodisch fallen durch die Verschlammung auch Reinigungskosten für die Stadt an.

Das maßgeblich von der Stadtentwicklungsgesellschaft konzipierte Projekt „Masterplan Starkregenereignisse" wurde 2018 durch das Landesamt für Umwelt Landwirtschaft und Geologie (LfULG) ausgeschrieben und ist nun angelaufen. Die Untersuchungen werden durch die Firma GFI Grundwasser-Consulting-Institut GmbH Dresden im Stadtgebiet von Zittau durchgeführt. Ziel ist ein Maßnahmenplan, der verschiedene mögliche Anpassungsmaßnahmen beschreibt, die zum Teil auch mit relativ geringen Mitteln umsetzbar sein sollen.

Dr. Thomas Gottschalk von der Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft sagt: „Das Projekt muss vor allem praktische Aspekte in den Vordergrund stellen und am Ende unmittelbar umsetzbare Maßnahmen beschreiben, die der Stadt Kosten sparen und die Umweltsituation verbessern. Wenn Gutachter, Eigentümer und Pächter von betroffenen Grundstücken sowie die zuständigen Behörden gemeinsam an einem Strang ziehen, kann dies gelingen."

Aus diesem Grund soll Anfang 2019 durch eine Info-Veranstaltung im Rathaus für Öffentlichkeit gesorgt werden. Dabei wird es auch um die Finanzierung der Maßnahmen gehen. Fachliche und organisatorische Unterstützung erhält das GFI-Team von der Stadtverwaltung Zittau, der Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft, den Stadtwerken Zittau sowie der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Görlitz und dem LfULG.

Schadenssituationen sind in der Vergangenheit unter anderem im Gewerbegebiet Pethau, im Bereich Löbauer Straße Autoteile Unger (ATU), Humboldtstraße, Hochwaldstraße, - 2 -

Kummersberg und Hirschfelde-Nordpol aufgetreten.

AUFRUF

Grundstücksbesitzer, Pächter, Anwohner und weitere Betroffene sind aufgerufen, in der Vergangenheit aufgetretene starkregenbedingte Schäden im Stadtgebiet von Zittau und allen Ortsteilen zu melden und sich wenn möglich an der Problemlösung aktiv zu beteiligen. Sehr hilfreich sind auch Fotos. Ihre Hinweise nimmt Herr Dr. Swaboda vom GFI entgegen (E-Mail dswaboda@gfi-dresden.de). Folgende Angaben sind wichtig:

 Wann sind die Schäden zuletzt eingetreten?

 Handelte es sich um Verschlammungen und/ oder Überflutungen?

 Welche Grundstücke oder Teilflächen waren betroffen?

 Lassen sich Schäden beziffern (z.B. Kosten für Schlammräumung, Schadensbeseitigung)

 Ist diese Situation einmal oder mehrfach aufgetreten?

Ansprechpartner für Rückfragen ist:
Dr. Thomas Gottschalk
Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft mbH
+49 (0) 3583 77 88 20
t.gottschalk@stadtsanierung-zittau.de

Ersteller: 
Kai Grebasch
Bereich: 
Pressestelle
19. Nov 2018

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