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Stadtwappen Pressemitteilung vom 01.03.2011

„Zittauer Sternstunden“
Neue Dauerausstellung der Städtischen Museen Zittau

Eröffnung der Ausstellung am 5. März 2011 - Die Ausstellung selbst ist im Anschluss im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster, Klosterstraße 3, zu sehen.

Als kurzen Gang durch eine lange Geschichte inszenieren die Städtischen Museen Zittau im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster den ersten Abschnitt der neuen Dauerausstellung. In zehn Momentaufnahmen werden herausragende Ereignisse präsentiert. Seit der ersten Erwähnung des Namens Zitavia 1238 erlebten Stadt und Land Zittau eine bewegte Geschichte. Krieg und Frieden, wirtschaftliche Blütezeiten und schwere Krisen wechselten sich ab. Die alte böhmische Königstadt unterstand verschiedenen europäischen Mächten. Ihre reiche Kultur nährte sich aus vielen Richtungen. Erst im 20. Jahrhundert rückte Zittau ins Abseits. In jüngster Zeit öffneten sich die Grenzen wieder: 2004 wurde die Erweiterung der Europäischen Union in Zittau gefeiert.

Mit überraschenden Zeugnissen aus 800 Jahren Geschichte skizziert die neue Dauerausstellung Höhen und Tiefen einer Stadt in der Mitte Europas. Die meisten Objekte waren bisher nicht ausgestellt und konnten für die neue Präsentation restauriert oder überhaupt erst neu gewonnen werden. Darunter befinden sich in Zittau geprägte Münzen aus dem 13. Jahrhundert, ein Film der Feierlichkeiten von 2004, Kohlenstücke aus Olbersdorf, ein mechanisches Webstuhlmodell, ein eisernes Geldfass, die eindrückliche Hussitentrommel, kleine Christus-Skulpturen, Siegelstempel, eine Tuchschere und ein verbrannter Balken von der 1757 zerstörten Johanniskirche. Zudem wurde das Stadtmodell umgebaut und mit einem zweiten Modell kombiniert, womit Zittau nun im Zustand vor und nach 1757 betrachtet werden kann.

In geheimnisvolles Licht gehüllt, mit Bild, Wort und Objekt erzählt, wird in prägnanter Form ein Rückblick auf die letzten 800 Jahre möglich. Damit werden die Besucher auf dem Weg in den Kreuzgang, ins Dormitorium oder in die Wunderkammer in die Besonderheiten der regionalen Geschichte eingeführt. Mit der neuen Ausstellung wurde auch ein neues Leitsystem entwickelt, das ab sofort in vier Sprachen - deutsch, englisch, tschechisch, polnisch - durch die verschiedenen Gebäude und Abteilungen geleitet. Sämtliche Haupttexte der „Sternstunden“ laden in Deutsch und Englisch zur Lektüre ein, in der tschechischen und polnischen Nachbarsprache stehen attraktiv gestaltete Handbücher vor Ort zur Verfügung.

Die Realisierung der „Sternstunden“ ist der Unterstützung durch die Sächsische Landesstelle für Museumswesen sowie der Stiftung für Kultur und Sport der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien zu verdanken. Die Gestaltung entwickelte das Büro Helmstedt, Schnirch, Rom in Niederwiesa bei Chemnitz, die Grafik stammt von Anke Albrecht, Pirna, die Lichtplanung übernahm Ringo Fischer, Leipzig. Die Umsetzung lag in den Händen von Zittauer Firmen.

Die Eröffnung findet statt am Sonnabend, dem 5. März 2011, 17.00 Uhr in der Klosterkirche Zittau. Es musizieren Schüler der Kreismusikschule Dreiländereck. Herr Pfr. Christoph Stempel als Hausherr und Herr Stadtrat Dr. Thomas Kurze als Stellvertreter des Oberbürgermeisters werden ein Grußwort sprechen. Aktuelle, vergangene und zukünftige Zittauer Museumsvisionen werden von Katja Margarethe Mieth, Direktorin der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen, und Marius Winzeler, Direktor der Städtischen Museen vorgestellt. Gleichzeitig wird Arwed Vietze auch das attraktive neue Begleitprogramm der Städtischen Museen präsentieren, das unter dem Titel „Magisches Museum macht müde Menschen mächtig munter“ spannende Museumserlebnisse für Kinder und Erwachsene bereit hält.  

Dr.  Marius Winzeler
Direktor der Städtischen Museen Zittau

Ines Hirt
Pressesprecherin