Was: |
Treffen zwischen den Mitgliedern des Internationalen Kinder- und Jugendparlamentes und ehemaligen Bewohnern von Ullersdorf (heute Kopaczow/PL und Oldrichov/CZ) |
Wann: |
30.09.2010, 15:30 Uhr |
Wo: |
auf der tschechischen Seite der Brücke zwischen Kopaczow/PL und Oldrichov/CZ |
Am Donnerstag, den 30.09.2010, findet um 15:30 Uhr an der Brücke zwischen Kopaczow und Oldrichov auf der tschechischen Seite ein Treffen zwischen dem Internationalen Kinder- und Jugendparlament „Neiße“ und ehemaligen Bewohnern von Ullersdorf (heute Kopaczow/PL und Oldrichov/CZ) statt. Das Internationale Kinder- und Jugendparlament „Neiße“, welches im Kern aus je zehn deutschen, tschechischen und polnischen Jugendlichen besteht, wurde von Herrn Dr. Brendler, Initiator der seit mehreren Jahren stattfindenden Europäischen Kirmes, recht herzlich eingeladen.
Die Kinder und Jugendlichen aus Zittau, Hrádek nad Nisou und Bogatynia erarbeiteten ein Geschichtsprojekt zur Erforschung trinationaler Erfahrungen und Erlebnisse in der Grenzregion im Dreiländereck, welches die historische Vergangenheit des ehemaligen Grenzdorfes Oberullersdorf (heute Kopaczow - PL) / Ullersdorf (heute Oldrichov - CZ) zum Inhalt hat.
Zusammen mit den ehemaligen Bewohnern des Grenzdorfes wollen die Jugendparlamentarier eine kleine Exkursion durch den Ort unternehmen und im Ortschaftsbild nach markanten (Geschichts-) Punkten schauen, an denen durch Herrn Dr. Brendler Tafeltexte mit dem dazugehörigen historischen Hintergrund übergeben werden. Die geschichtlichen Texte werden durch die Jugendparlamentarier aufgearbeitet und sollen ab 2011 als Aufsteller geschichtsinteressierten Wanderern und Radfahrern über die wechselvolle Geschichte des geteilten Dorfes und dessen Bewohnern aus drei Nationen erzählen.
Die vergangene Geschichte war durch Kriege verheerend für die Menschen dieser Region. Jetzt sind sie dankbar für die längste Friedensperiode der Geschichte, aber das Leid soll nicht vergessen werden. Deshalb sollen die Tafeltexte auch zur Mahnung und als Lehre für die jetzt in der Grenzregion Lebenden dienen. Die Erforschung und Aufarbeitung gemeinsamer Geschichte durch junge Menschen, das Auseinandersetzen mit Problemen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie das Umsetzen und Leben eines gemeinsamen Zukunftsgedankens bilden die Basis für das grenzübergreifende Lebensgefühl und ein friedliches Miteinander der Menschen im Dreiländereck. Aus der Geschichte müssen wir lernen, wollen wir die Gegenwart begreifen und die Zukunft gestalten.
Hinweis: Auf Grund des Augusthochwassers und den dadurch entstandenen erheblichen Schäden finden in diesem Jahr keine Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Kirmes statt.
Rückfragen der Presse beantwortet Herr Dr. Volker Beer, Leiter des Referates Kinder, Jugend, Schulen und Sport, Tel. 03583 79 69 015.
Ines Hirt
Pressesprecherin

