Für die Aschespülhalde Wittgendorf hat sich mit der Harmsen Komtec GmbH ein Investor gefunden. Herr Arno Harmsen, Geschäftsführer der Harmsen Komtec GmbH, plant hier die Errichtung einer Drei-Megawatt-Freiflächen-Photovoltaikanlage auf einer Fläche von ca. 7,5 Hektar. Dafür wird er rund 8 Mio. € investieren.
Der Prozess wurde von Anfang an durch die Wirtschaftsförderung der Stadt Zittau begleitet. Dazu Gloria Heymann, Leiterin der Wirtschaftsförderung Zittau: „In den vergangenen Monaten ist eine Vielzahl von Investorenanfragen nach Flächen für die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Zittau eingegangen.“ Daraufhin wurden in der Stadtverwaltung Zittau dafür ausreichend große Flächen auf ihre landschafts- und regionalplanerische Verträglichkeit untersucht. Als für PV-Anlagen geeignet ergaben sich die ehemalige Aschespülhalde des Kraftwerkes Hirschfelde sowie die ehemalige Müllkippe Radgendorf, beide auf Wittgendorfer Flur. Letztere wird gerade saniert und kann aufgrund der Setzungen in den nächsten ein bis zwei Jahren noch nicht genutzt werden. Erstere wurde über die Gewerbeflächendatenbank der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH im Internet angeboten.
„Ich habe eine Agentur mit der Suche nach geeigneten Flächen für mein Vorhaben beauftragt. Diese nahm aufgrund der Veröffentlichung in der Gewerbeflächendatenbank mit Frau Heymann Kontakt auf. Mit Frau Heymann haben wir uns die Halde angesehen, sie hat auch den Kontakt zum Eigentümer hergestellt.“ so Herr Harmsen. Herr Harmsen erwirbt nun die Fläche von der Vattenfall AG, der jetzigen Eigentümerin der Fläche. Er wird die Betreiber- und Grundstücksgesellschaft in Zittau gründen und anmelden, so dass die Gewerbesteuer der Stadt Zittau zu Gute kommt. Weiterhin wird er soweit möglich für die Errichtung der Anlage und langfristig für die Betreibung auf lokal ansässige Firmen zurück greifen.
Planungsrechtlich ist für das Vorhaben ein Bebauungsplan notwendig, dessen Aufstellung im November-Stadtrat beschlossen wurde. Im Verfahren ist u.a. eine Umweltprüfung durchzuführen, in der umfassend die umweltrelevanten Belange ermittelt werden. Neben der Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange erfolgt auch die Beteiligung der Öffentlichkeit in Form einer frühzeitigen Unterrichtung und Erörterung sowie später einer Auslegung der Planungsunterlagen. Die Zeitpunkte werden rechtzeitig im Zittauer Stadtanzeiger veröffentlicht. Es besteht für jeden die Möglichkeit der Äußerung von Hinweisen und Bedenken, die dann im weiteren Planungsverfahren einer Abwägung unterzogen werden. Ziel ist es im Sommer 2010 den Verfahrensstand erreicht zu haben, der den Baubeginn der Photovoltaikanlage ermöglicht.
Ansprechpartner:
Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung Zittau: Gloria Heymann, g.heymann@zittau.de, 03583 / 752374 und Herr Arno Harmsen, Geschäftsführer der Harmsen Komtec GmbH, www.harmsen-komtec.de
Ines Hirt
Pressesprecherin